Foto: Sandvik Coromant

Präzisionswerkzeuge

300 % mehr abstechen

Sandvik hat neue Klingen für sein Abstechsystem Coro Cut QD entwickelt. Das jetzt stabilere Werkzeug hat einige Vorteile.

Sandvik Coromant, nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen, hat neue Klingen für sein Abstechsystem Coro Cut QD vorgestellt, die in Kombination mit einer neuen Prozessmethodik die Stabilität des Werkzeugs durch die Neuausrichtung der resultierenden Schnittkraft deutlich verbessert. Zu den zahlreichen Vorteilen für Kunden gehören verbesserte Produktivität, gesteigerte Oberflächenqualität sowie ein reduzierter Geräuschpegel.

Konventionelle Werkzeuge müssen hohe Belastungen und Verformungen aushalten

Bei konventionellen Werkzeugkonfigurationen für das Abstechen auf Drehzentren und Multitasking-Maschinen unterliegt die Vorschubbewegung in der XZ-Ebene systembedingten Einschränkungen: Bei Abstechprozessen wird der resultierende Vektor der Schnittkräfte zwangsläufig als Biegelast über den Werkzeugquerschnitt gelenkt, was zu hohen Belastungen und möglichen Verformungen führt.

Neues Konzept eliminiert kritische Spannungen - bringt 6-fache Steifigkeit

Um hier Abhilfe zu schaffen, hat Sandvik Coromant eine Lösung entwickelt, die die Vorteile moderner Drehzentren und Multitasking-Maschinen nutzt, um das Werkzeug in Y-Richtung zu führen. Bei dem neuen Konzept wird die Oberseite der Wendeschneidplatte parallel zum Klingen-Ende positioniert, so als ob man den Plattensitz um 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen würde. Auf diese Weise wird der resultierende Vektor der Schnittkräfte ungefähr auf die Längsachse der Klinge ausrichtet. Die FEM-Analyse bestätigt, dass dadurch die für herkömmliche Werkzeuge typischen kritischen Spannungen eliminiert werden und die Steifigkeit der Klingen im Vergleich zu Standardausführungen um das Sechsfache erhöht wird. Das ermöglicht schnellere Vorschubgeschwindigkeiten oder die Bearbeitung längerer Auskragungen ohne Einbußen in der Stabilität.

Unterm Strich 300 % mehr Produktivität bei gleicher Prozesssicherheit

Die größten Vorteile des Abstechens mit der Y-Achse von Drehzentren liegen in der Steigerung der Produktivität und der Prozesssicherheit. Für Nutzer von Multitasking-Maschinen bieten Werkzeuge für die Y-Achse vor allem verbesserte Zugänglichkeit und die Möglichkeit, größere Durchmesser zu bearbeiten. Tatsächlich bestätigte ein Vorabtest beim Abstechen einer herkömmlichen Metallstange mit einem Durchmesser von 120 mm die Bearbeitung von 50 % längeren Auskragungen, und das bei maximalem Vorschub der Wendeschneidplatte – so kann das volle Potenzial der Maschine ausgenutzt werden. Darüber hinaus ergab der Testlauf eine Produktivitätssteigerung von 300 % ohne Kompromisse bei der Prozesssicherheit eingehen zu müssen, versichern die Experten von Sandvik Coromant.

Drastisch verkürzte Bearbeitungszeiten

In einem Test bei einem Kunden wurde das Bandsägen einer Inconel-Stange mit einem Durchmesser von 180 mm erfolgreich durch Abstechen auf der Y-Achse ersetzt. Das Resultat: signifikante Produktivitätssteigerungen aufgrund drastisch verkürzter Bearbeitungszeiten. Ein weiterer Vorteil der Bearbeitungsmethode ist die Tatsache, dass sie nur minimale Änderungen am typischen Produktions-Setup erfordert. Darüber hinaus fallen praktisch keine zusätzlichen Werkzeugkosten an, da vorhandene Coro Cut-QD-Ausrüstungen verwendet werden können. Ein weiteres Potenzial für erhebliche Zeiteinsparungen ergibt sich durch das beidseitige Spannen des Werkstücks, da beim Abstechen keine weiteren Bearbeitungsprozesse möglich sind.

Keine speziellen Werkzeughalter nötig

Die neuen Coro Cut-QD-Schneidköpfe sind in den Breiten 3 und 4 mm erhältlich. Standardlängen (sowohl in 3 als auch in 4 mm Breite) werden für Abstechoperationen bis 120 mm Durchmesser angeboten; zusätzlich gibt es eine extra lange, 4 mm breite Klinge für Bearbeitungen bis 180 mm Durchmesser. Konventionelle Coro Cut QD-Werkzeughalter und -Schneideinsätze können mit den neuen Klingen verwendet werden.

Sandvik Coromant hat weltweit 3.100 Patente und 8.000 Mitarbeiter

Sandvik Coromant ist Teil der globalen Unternehmensgruppe Sandvik und Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen. Mit seinem Know-how setzt das schwedische Unternehmen Industriestandards und treibt die für die metallbearbeitende Industrie wichtigen Innovationen an. Fortbildungsangebote, erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie starke Kundenpartnerschaften garantieren die Entwicklung von Bearbeitungstechnologien, die die Zukunft der Fertigung verändern und anführen. Sandvik Coromant hat weltweit mehr als 3.100 Patente, beschäftigt über 8.000 Mitarbeiter und ist in 150 Ländern vertreten.

kb

Spanntechnik

Schnell, starr und sicher aufspannen

Sandvik Coromant, Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen, hat mit dem neuen Coro Chuck 935 ein hochpräzises Hydraulikspannfutter für die Drehbearbeitung entwickelt.

Präzisionswerkzeuge

„Der produktivste seiner Art“

Mit dem neuen Coro Mill 331 verspricht Sandvik Coromant einen Nutenfräser für optimale Bearbeitungsergebnisse. Was ihn dazu macht, lesen Sie hier.

Schneidstoffe

Schneidstoffe für zuverlässige Bohrungen

Coro Drill 870 von Sandvik Coromant erhält neue Sortenreihe für die Bearbeitung von ISO P, ISO K und ISO M Werkstoffen.

Präzisionswerkzeuge

Bei Sandvik tut sich eine ganze Menge

Neuer General Manager Europe. Testcenter in Renningen. Produkt-Neuheiten Coromant Capto Plus, PrimeTurning, CoroCut, CoroPlus und neue CBN-Sorten.